In Deutschland ist die Industrie der größte Energieverbraucher, doch gleich danach kommen die privaten Haushalte. Diese nutzen den Großteil ihrer Energie für die Beheizung von Wohnungen und Häusern. Trotz verbesserter Dämmung in den letzten Jahrzehnten steigt der Energiebedarf durch die wachsende Wohnfläche weiter an.
Eine effiziente Wärmebedarfsplanung kann durch die hochgranulaten Daten unterstützt werden.
Nexiga unterstützt mit dem Dashboard den Einstieg bis hin zu gebäudescharfen Wärmedaten für die Energiewirtschaft. Bereits mit dem Hellbrise Monitor zur Analyse von Strommarkt-Dynamiken erwies sich die Darstellung und Visualisierung von relevanten Energiedaten zu einem zentralen Baustein.
Die Daten der interaktiven Karte stammen aus der Nexiga-Datenbank und unserem Partner DBI – Gastechnologisches Institut gGmbH, einem Tochterunternehmen der DBI Gruppe (mehr Informationen).
Zur Ermittlung des Wärmebedarfs werden verschiedene Faktoren berücksichtigt, darunter spezifische Gebäudedaten wie Anzahl der Etagen, Gebäudetyp, Baujahr, Sanierungsstand sowie Informationen aus 3D-Gebäudedaten (LOD2). Auch soziodemografische Merkmale wie Haushaltsgröße und regionale Klimadaten fließen in die Berechnungen ein.
Wärmebedarf in Deutschland
Zentrale Kennzahlen für den Wärmemarkt
Das Dashboard „Wärmebedarf in Deutschland macht erstmals ausgewählte, hochgranulare Wärmedaten öffentlich. Die neue Plattform ermöglicht eine flächendeckende, datenbasierte Analyse des Heizwärme- und Warmwasserbedarfs auf Postleitzahl- und Gemeindeebene in Deutschland. Damit schafft Nexiga eine wichtige Grundlage für die strategische Wärmebedarfsplanung von Energieversorgern und Kommunen.
Die Daten sind für eine intuitive Nutzung auf Gemeinde- und Postleitzahlebene aggregiert, basieren jedoch durchgängig auf gebäudescharfer Modellierung.
Dadurch eröffnen sich für professionelle Anwender weitergehende Möglichkeiten in der Wärmebedarfsplanung und im Vertrieb.
In der Energiebranche und insbesondere in der kommunalen Wärmeplanung ist das Wissen über den Wärmebedarf entscheidend. Die kommunale Wärmeplanung verfolgt das Ziel, die Wärmeversorgung von Städten und Gemeinden auf eine nachhaltige und klimafreundliche Grundlage zu stellen. Der Fokus liegt auf der Umstellung auf erneuerbare Energien und unvermeidbare Abwärme, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern und die Klimaziele zu erreichen.
Das frei zugängliche Dashboard liefert wesentliche Kennzahlen für datenbasierte Entscheidungen im Wärmemarkt. Dazu zählen:
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Heizwärmebedarf pro Quadratmeter (kWh/m²a)
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Gesamtwärmebedarf je Region
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Wärmebedarf pro Einwohner
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Anzahl beheizter Gebäude und Nutzflächen
Auf Postleitzahlenebene bietet es eine kompakte Übersicht über den Heiz- und Warmwasserbedarf und visualisiert zentrale Indikatoren wie Bevölkerung, Energiebedarf und beheizte Fläche in interaktiven Karten und Diagrammen. Ergänzend zeigt es Gebäudestrukturen nach Baualtersklassen, Energieträgern und Nutzungstypen.
Gebäudescharfe Daten für die Wärmebedarfsplanung
Das Dashboard ermöglicht einen Einstieg in die datenbasierte Wärmebedarfsplanung, eine Demonstration der Datenqualität und -tiefe sowie eine Grundlage für erste regionale Analysen und Marktabschätzungen. Für weitergehende Fragestellungen stellt Nexiga die vollständigen Datensätze und Analysen bis auf Gebäudeebene kommerziell zur Verfügung.
Die Berechnung des Wärmebedarfs erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem Deutschen Brennstoffinstitut (DBI). Grundlage ist hierbei die Norm DIN EN ISO 52016-1 zur energetischen Bewertung von Gebäuden. Dadurch werden eine hohe Qualität, Vergleichbarkeit und Transparenz der Ergebnisse sichergestellt. Mehr erfahren.
Besonders Städte und Gemeinden können durch die Analyse der Daten schneller erkennen, wo sich Investitionen in Wärmenetze lohnen oder wo Gebäude besonders energieeffizient saniert werden sollten.
Mögliche Einsatzgebiete sind:
Kommunen und Energieversorger profitieren
Insbesondere Kommunen, Energieversorger/Stadtwerke sowie Immobilienunternehmen profitieren von der hochgranularen Datengrundlage, auf deren Basis sich die gesetzlich geforderte Wärmeplanung gezielt umsetzen lässt.
Die Kombination aus offenem Dashboard und skalierbarer Datentiefe ermöglicht zum einen die Identifikation von Regionen mit hohem Dekarbonisierungspotenzial und zum anderen eine präzisere Planung von Wärmenetzen und Infrastrukturprojekten. Nicht zuletzt kann die Steuerung von Investitionen und Fördermitteln zielgerichtet erfolgen.
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Kommunale Wärmeplanung: Identifikation von Gebieten mit hohem Wärmebedarf zur gezielten Planung von Netzen und Maßnahmen
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Vertriebs- und Marktbearbeitung: Priorisierung von Regionen und Zielgruppen für Energieprodukte (z. B. Fernwärme, Wärmepumpen)
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Standort- und Netzausbauplanung: Bewertung von Potenzialen für Infrastrukturinvestitionen wie Wärmenetze oder Ladeinfrastruktur
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Portfolio- und Sanierungsanalyse: Einschätzung energetischer Potenziale von Gebäudebeständen zur Ableitung von Modernisierungsmaßnahmen
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Analyse der Wärmeanforderungen: Wo sich Investitionen in das Wärmenetz lohnen.
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Optimierung der Versorgungsnetze: Analyse des Wärmebedarfs zur Identifikation von Kapazitätsengpässen und zur Reduzierung von Energieverlusten.