Automotive Daten

Pkw. Mobilität. Verkehr – was sich verändert.

Die Farbe Grün erlebt auf Deutschlands Straßen ein überraschendes Comeback. Zwar dominieren Grau, Silber, Schwarz und Weiß weiterhin die Neuzulassungen, doch im Jahr 2025 verzeichnete Grün einen bemerkenswerten Aufschwung.

 

Erstmals seit mehr als 20 Jahren wurden laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) wieder über 100.000 grüne Pkw neu zugelassen. Damit gehört Grün zu den auffälligsten Farbtrends jenseits der klassischen Fahrzeugfarben – nahezu auf Augenhöhe mit Rot und deutlich vor anderen bunten Lackierungen. Lediglich Blau bleibt unter den Nicht-Neutralfarben weiterhin Spitzenreiter.

 

Was auf den ersten Blick wie eine Randnotiz erscheint, zeigt bei genauerem Hinsehen, wie dynamisch sich der Fahrzeugmarkt entwickelt.

 

Nicht nur Farben verändern sich – auch Antriebsarten, Fahrzeugbestände und Mobilitätsverhalten befinden sich im Wandel. Für Unternehmen, Kommunen und Planungsabteilungen wird es deshalb immer wichtiger, aktuelle Pkw-Daten in ihre Entscheidungen einzubeziehen.

Deutschland gleich "Autoland"? Wir bei Nexiga berechnen auf Basis feinräumiger Informationen nach unterschiedlichen Kriterien verschiedene Marktdaten bis auf Hausebene. Die meisten Daten stehen auf Ebene der  Gemeinden und der PLZ zur Verfügung. 

Mobilität verändert sich – bleibt das Auto relevant?

Datenbasierte Entscheidungen in einer mobilen Zukunft

Die Verkehrsentwicklung in Kürze

Ein Blick auf die Verkehrsentwicklung in Deutschland zeigt ein vielschichtiges Bild. Der Pkw bleibt das wichtigste Verkehrsmittel und der Fahrzeugbestand erreichte 2025 mit rund 49,3 Millionen zugelassenen Pkw einen neuen Höchststand.

 

Gleichzeitig verändert sich die Art und Weise, wie Mobilität genutzt wird. Der öffentliche Verkehr gewinnt unter anderem durch das Deutschlandticket an Attraktivität. In Städten steigen die Anteile von Rad- und Fußverkehr, während Homeoffice und digitale Angebote manche Wege überflüssig machen. Dennoch bleibt das Auto für die Mehrheit der Bevölkerung ein zentraler Bestandteil des Alltags – insbesondere außerhalb der großen Metropolregionen.

 

Für die Planung bedeutet das: Wer Mobilität verstehen möchte, muss sowohl die Entwicklung des Fahrzeugbestands als auch die tatsächliche Nutzung des Verkehrsnetzes betrachten.

Die Entwicklung zeigt: Das Auto bleibt unverzichtbar, wird jedoch gezielter genutzt als noch vor einigen Jahren.

Die Pkw-Fahrleistung – also die Summe aller mit dem Auto zurückgelegten Kilometer – gilt als wichtiger Indikator für die tatsächliche Nutzung des Verkehrssystems.

 

Über Jahrzehnte kannte diese Entwicklung vor allem eine Richtung: nach oben.

 

Steigende Erwerbstätigkeit, längere Pendeldistanzen und zunehmende Freizeitmobilität ließen die Fahrleistungen kontinuierlich wachsen. Erst die Corona-Pandemie führte zu einem deutlichen Einschnitt.

 

Lockdowns, Homeoffice und veränderte Mobilitätsmuster sorgten ab 2020 für einen historischen Rückgang des Pkw-Verkehrs. Zwar erholte sich die Fahrleistung in den Folgejahren spürbar, das Vorkrisenniveau wurde bislang jedoch nicht vollständig erreicht.

 

Dafür gibt es mehrere strukturelle Gründe:

 

  • Homeoffice reduziert tägliche Pendelwege.
  • Der Online-Handel ersetzt einen Teil klassischer Einkaufsfahrten.
  • In urbanen Räumen gewinnen alternative Verkehrsmittel an Bedeutung.
  • Höhere Energiekosten und Benzinpreise  führen zu einer bewussteren Planung von Fahrten.

Visualisierung am Beispiel München

Pkw-Daten liefern eine objektive Grundlage. Sie ermöglichen beispielsweise die Identifikation von Regionen mit hoher Elektromobilitätsaffinität, die Bewertung von Absatzpotenzialen für Automobilhersteller oder die Planung neuer Standorte für Handel, Dienstleistungen oder Ladeinfrastruktur.

Fahrzeugbestände allein zeigen jedoch nicht, wie intensiv Straßen tatsächlich genutzt werden.

 

Nexiga kombiniert Automotive-Daten mit weiteren Mobilitätsinformationen. Dazu gehören beispielsweise Verkehrs- und Frequenzdaten wie die Traffic Density-Daten von TomTom. Diese zeigen, wie stark einzelne Straßenabschnitte oder Regionen innerhalb eines bestimmten Zeitraums ausgelastet sind.

 

Die Kombination aus Fahrzeugbestand und Verkehrsintensität ermöglicht deutlich präzisere Analysen:

 

  • Wo wächst die Elektromobilität besonders stark?
  • Welche Regionen weisen hohe Verkehrsbelastungen auf?
  • Wo entstehen neue Nachfragepotenziale?
  • Welche Standorte eignen sich für Ladeinfrastruktur, Handel oder Dienstleistungen?

Für Planung und Vertrieb immer wichtiger

Gerade weil sich Mobilität regional unterschiedlich entwickelt, gewinnen belastbare Fahrzeug- und Verkehrsdaten zunehmend an Bedeutung. Unternehmen möchten wissen:

Welche Pkw-Daten stellt Nexiga bereit?

Nexiga stellt umfangreiche Automotive-Daten auf Basis amtlicher Zulassungszahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes bereit. Die Daten werden kleinräumig aufbereitet und stehen für unterschiedliche geografische Ebenen – von Gemeinden über Postleitzahlgebiete bis hin zu Mikro-PLZ-Gebieten – zur Verfügung.

 

Dadurch lassen sich Fahrzeugstrukturen detailliert analysieren und regional vergleichen.

 

Zu den verfügbaren Merkmalen gehören unter anderem:

 

  • Pkw nach Antriebsarten
  • Pkw nach Herstellern und Marken
  • Pkw nach Fahrzeugalter
  • Pkw- und Kfz-Neuzulassungen
  • Nutzungsarten der Fahrzeuge (privat oder gewerblich)

 

Die Daten eignen sich sowohl für Marktanalysen als auch für Standortbewertungen und Vertriebssteuerung.

Elektromobilität gewinnt weiter an Fahrt

Besonders dynamisch entwickelt sich derzeit der Markt für alternative Antriebe. Von den insgesamt 49.486.487 zugelassenen Pkw in Deutschland entfallen inzwischen:

 

  • 2.034.260 Fahrzeuge auf reine Elektroantriebe,
  • 4.362.563 Fahrzeuge auf Hybridantriebe.

 

Auch bei den Neuzulassungen setzt sich dieser Trend fort. Im Mai 2026 erreichten Fahrzeuge mit alternativen Antrieben einen Anteil von 64 Prozent aller Neuzulassungen. Von insgesamt 948.567 neu zugelassenen Pkw verfügten 607.303 Fahrzeuge über einen alternativen Antrieb. 327.648 Neuwagen beziehungsweise 34,5 Prozent waren mit einem Elektroantrieb ausgestattet – darunter batterieelektrische Fahrzeuge, Plug-in-Hybride und Brennstoffzellenfahrzeuge. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Zuwachs von 32,8 Prozent.

 

Für Unternehmen, Energieversorger, Netzbetreiber und Kommunen entstehen daraus neue Anforderungen an Infrastruktur, Versorgung und Standortplanung.

Ob grüne Fahrzeuglackierung, steigende Elektroanteile oder veränderte Fahrleistungen – die Mobilität in Deutschland befindet sich im Wandel. Für Unternehmen und öffentliche Einrichtungen wird es zunehmend entscheidend, diese Veränderungen nicht nur zu beobachten, sondern datenbasiert zu bewerten.

 

Pkw- und Verkehrsdaten liefern dafür die notwendige Grundlage. Mit den Automotive- und Mobilitätsdaten von Nexiga lassen sich regionale Entwicklungen frühzeitig erkennen, Marktpotenziale identifizieren und Investitionsentscheidungen fundiert absichern – von der Vertriebsplanung bis zur Infrastrukturentwicklung.

Autor
Jochen Wetzel
Senior Project Consultant
 05.06.2026

Jochen Wetzel ist seit mehr als 25 Jahren Teil des Nexiga-Teams und zählt zu den erfahrensten Experten für Standort- und Gebietsplanung sowie Location Intelligence. Er betreut Unternehmen unterschiedlichster Branchen bei strategischen Fragestellungen rund um Standortanalysen, Wettbewerbsbetrachtungen und datenbasierte Entscheidungen. 

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