Kleiner Court, großer Hype
Neues Jahr, neue sportliche Vorsätze: 2026 ist der perfekte Zeitpunkt, um Padel-Tennis für sich zu entdecken. Der Trendsport kombiniert Tennis mit dem Spiel über die Wände, ist leicht erlernbar, dynamisch und wird meist im Doppel gespielt. Kein Wunder, dass Padel auch in Deutschland rasant wächst – mit über 330 Locations und rund 900 Courts, vor allem in den Städten.
Besonders im Norden, mit Hamburg an der Spitze, schwingt man den Padel-Schläger bereits an vielen Orten.
Zielgruppe und Kern-Personas
Padel-Tennis spricht in Deutschland vor allem aktive Erwachsene zwischen 25 und 55 Jahren an. Viele Spielerinnen und Spieler bringen bereits Erfahrung aus Tennis, Squash, Badminton oder Fitness mit, suchen jedoch eine geselligere und weniger technisch anspruchsvolle Alternative. Entsprechend hoch ist der Anteil an Einsteigern und Wiedereinsteigern. Dank der einfachen Erlernbarkeit finden auch sportliche Neulinge schnell Zugang. Gleichzeitig entdecken immer mehr Vereine, Unternehmen und fitnessorientierte Gruppen Padel als gemeinschaftliches Sportangebot.
Ein großer Teil der Zielgruppe lebt in urbanen Regionen, ist berufstätig, einkommensstabil und offen für neue Freizeit- und Trendsportarten. Besonders attraktiv ist Padel für Menschen, die Bewegung, Spaß und soziale Interaktion verbinden möchten – nicht zuletzt, weil fast ausschließlich im Doppel gespielt wird.
Als zentrale Kern-Persona im deutschen Padel-Markt – also eine konkrete, fiktive Einzelperson, die stellvertretend für einen Teil der Zielgruppe steht – lässt sich der „urbane Freizeit-Sportler“ definieren. Diese Persona ist 30 bis 45 Jahre alt, weiblich wie männlich, lebt in einer Großstadt oder im stadtnahen Umfeld (z. B. Berlin, Hamburg, München oder Köln) und ist akademisch oder qualifiziert berufstätig mit mittlerem bis gutem Einkommen.
Sportlich war oder ist sie häufig in Rückschlagsportarten oder im Fitnessbereich aktiv. Aufgrund begrenzter Freizeit sucht sie einen flexiblen, zeitlich gut integrierbaren Sport – etwa als After-Work-Aktivität oder am Wochenende – der dennoch schnelle Erfolgserlebnisse bietet. Sie ist trendaffin, nutzt digitale Buchungs- und Sportangebote, legt Wert auf Erlebnis, Community und Qualität und lebt gesundheitsbewusst, ohne leistungsfixiert zu sein. Padel-Tennis erfüllt genau diese Bedürfnisse.
Unsere Karte (PDF) zeigt die aktuelle Verteilung der Padel-Tennis-Anlagen in und um Hamburg. Ergänzend werden die Einzugsgebiete der Courts dargestellt sowie auf Ebene feinräumiger MikroPLZ (MPLZ) jene Nachbarschaften hervorgehoben, in denen der Anteil an Haushalten mit einer hohen Affinität zu Fitness- und Wellnessangeboten besonders groß ist. Diese Gebiete weisen ein überdurchschnittliches Zielgruppenpotenzial für Padel-Tennis auf.
Ursprung und Standorte
Wer Padel-Tennis im Norden ausprobieren möchte, wird zum Beispiel in Halstenbek nordwestlich von Hamburg fündig: Bei den „Padel Amigos“ kann man unkompliziert mitspielen. Der Name passt – denn Padel-Tennis hat seine Wurzeln in Mexiko. Ende der 1960er-Jahre entwickelte ein Unternehmer in seinem Zuhause in Acapulco aus Platzmangel einen kleineren Tennisplatz mit Wänden – und schuf damit die Grundlage für das heutige Spielprinzip.
In den 1970er-Jahren gelangte Padel nach Spanien, wo entlang der Costa del Sol die ersten Plätze entstanden und der Sport schnell an Popularität gewann. Kurz darauf verbreitete er sich in Südamerika, insbesondere in Argentinien, wo Padel bis heute zu den beliebtesten Sportarten zählt. Inzwischen ist Padel ein weltweit wachsender Trendsport, der Menschen aller Altersklassen begeistert.
Wer sich über das Angebot in Deutschland informieren möchte, findet auf padelfinder.de einen guten Überblick – inklusive regionaler Kennzahlen zur Court-Dichte. Besonders hoch ist diese in und um Hamburg, generell ist Norddeutschland gut aufgestellt, während auch NRW ein stark wachsendes Angebot vorweisen kann.
Auswirkungen für Gewerbeimmobilien
Die wachsende Popularität von Padel-Tennis setzt auch im Segment der Gewerbeimmobilien neue Impulse. Die neue Nutzungsart erhöht insbesondere die Nachfrage nach leerstehenden Lager- und Produktionshallen, wie unter anderem das Handelsblatt berichtet. Gefragt sind vor allem stadtnahe Flächen zwischen 1.500 und 5.000 Quadratmetern. Zusätzlich werden bestehende Tennis- und Squash-Center zunehmend umgenutzt, erweitert oder modernisiert, um Padel-Angebote zu integrieren.
Diese Entwicklung trifft auf einen insgesamt herausfordernden Gewerbeimmobilienmarkt in Deutschland. Steigende Zinsen, Inflation und wirtschaftliche Unsicherheit belasten insbesondere die Segmente Büro, Einzelhandel und Teile der Logistik. Vor diesem Hintergrund gewinnen datenbasierte Analysen für Projektentwickler und Investoren an Bedeutung. Sie ermöglichen eine präzise Bewertung von Standorten, Objekten und deren räumlichem Umfeld – sowohl für bestehende als auch für geplante Projekte im Sport- und Freizeitsegment.
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Mit Marktdaten und Analysen on demand lassen sich Chancen und Risiken frühzeitig erkennen, Investitionsrisiken reduzieren und wirtschaftliche Potenziale gezielt erschließen – etwa im Rahmen fundierter Zielgruppen- und Standortanalysen.
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Präzise Bewertung von Standorten, Objekten und deren räumlichem Umfeld – sowohl für bestehende als auch für geplante Projekte im Sport- und Freizeitsegment.
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Vorteile: Die von Nexiga bereitgestellten Marktdaten, auch für die Immobilienwirtschaft, sind umfassend, hochwertig und entscheidungsrelevant. Sie liefern unter anderem Informationen zu Einzugsgebieten und Zielgruppen, Kaufkraft, Miet- und Kaufpreisstrukturen, Wettbewerbs-POIs, Verkehrs- und Passantenfrequenzen sowie zu soziodemografischen Merkmalen.